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Fensterscheibe wird mit Einwascher und Abzieher in überlappenden Bahnen gereinigt
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Ratgeber

Fenster selbst reinigen mit Einwascher und Abzieher

Erst Rahmen und Dichtungen säubern, dann die feuchte Scheibe mit intakter Gummilippe in überlappenden Bahnen abziehen und die Glaskanten sofort trocknen – die Zwei-Werkzeug-Methode des Gebäudereiniger-Handwerks Schritt für Schritt.

Ratgeber

Erst Rahmen und Dichtungen säubern, dann die feuchte Scheibe mit intakter Gummilippe in überlappenden Bahnen abziehen und die Glaskanten sofort trocknen – die Zwei-Werkzeug-Methode des Gebäudereiniger-Handwerks Schritt für Schritt.

Erst Rahmen und Dichtungen säubern. Dann die feuchte Scheibe mit intakter Gummilippe in überlappenden Bahnen abziehen und die Glaskanten sofort trocknen.

Wer die Fensterreinigung selber machen möchte, braucht wenige Werkzeuge. Wichtiger sind eine feste Reihenfolge, die richtige Feuchtigkeit und eine kontrollierte Abziehtechnik. Auch der Zustand der Gummilippe und der Zeitpunkt beeinflussen das Ergebnis. Dieser Ratgeber erklärt die reine Arbeitstechnik Schritt für Schritt.

Im Überblick

Darum geht es hier

  • check_circle Ausrüstung
  • check_circle Reihenfolge
  • check_circle Abziehtechnik
  • check_circle Bester Zeitpunkt
  • check_circle Kosten im Vergleich
Kosten im Vergleich

Was kostet die Ausrüstung im Vergleich zum Profi?

Die Eigenreinigung verlangt eine wiederverwendbare Grundausstattung und eigene Arbeitszeit. Beim Profi bezahlt man Ausführung, Zugangstechnik und Erfahrung mit schwierigen Flächen.

Konkrete Beträge hängen von Qualität, Fensterfläche, Verschmutzung und Erreichbarkeit ab. Ein qualitativer Vergleich zeigt die wesentlichen Unterschiede:

KriteriumEigenreinigungFachbetrieb
AnschaffungEinwascher, Abzieher und Tücher einmalig, wiederverwendbarKeine für den Kunden
VerschleißGummilippe ist ein VerschleißteilIm Auftrag enthalten
VerbrauchWenig Wischwasser und etwas SpülmittelTechnik und Zugangsmittel gestellt
ArbeitszeitBei jeder Reinigung eigene ZeitFremdleistung
EignungGut erreichbare FensterAuch hohe und schwer erreichbare Fenster

Wann lohnt sich die Eigenreinigung nicht?

Hohe, außen liegende oder schwer erreichbare Fenster sind keine geeigneten Übungsflächen. Kann die gesamte Scheibe nicht von einem sicheren Standort erreicht werden, sollte niemand auf Fensterbänke steigen oder mit ungeeigneten Hilfsmitteln improvisieren. Sicherheit ist wichtiger als ein selbst gereinigtes Fenster.

Eigenreinigung kostet Zeit und eine wiederverwendbare Grundausstattung, der Fachbetrieb Ausführung, Zugangstechnik und Erfahrung – bei hohen oder schwer erreichbaren Fenstern zählt vor allem die Sicherheit.
Vergleichstabelle zwischen Eigenreinigung und Fachbetrieb bei der Fensterreinigung
Grundausstattung

Welche Ausruestung braucht man zum Fensterputzen?

Die Grundausstattung besteht aus Einwascher, Abzieher, Wischwasser und sauberen, fusselfreien Tüchern.

Einwascher und Abzieher bilden die übliche Zwei-Werkzeug-Methode im Gebäudereiniger-Handwerk. Der Einwascher verteilt das Wischwasser und löst den Schmutz. Der Abzieher entfernt danach das verschmutzte Wasser. So wird der gelöste Schmutz nicht nur mit einem Tuch auf dem Glas verteilt.

Zur Ausstattung gehören:

  • Ein Einwascher zum Befeuchten und Lösen des Schmutzes
  • Ein Abzieher mit glatter, elastischer Gummilippe
  • Ein Behälter für das Wischwasser
  • Fusselfreie Tücher für Glaskanten und Abziehlippe
  • Ein separates Tuch für Rahmen und Dichtungen

Der Bezug des Einwaschers soll feucht sein, aber nicht triefend nass. Zu viel Wasser läuft früh in den Rahmen und erschwert ein sauberes Arbeiten. Es muss aber genug Feuchtigkeit vorhanden sein, damit die Gummilippe ohne Ruckeln über das Glas gleitet.

Vor dem Start wird die Abziehlippe geprüft. Sie soll gerade, glatt und elastisch sein. Eine harte, wellige oder schartige Lippe lässt Wasser stehen und erzeugt Streifen. Schon ein kleiner Schmutzpartikel an der Kante kann eine sichtbare Wasserspur verursachen. Damit die Lippe gerade bleibt, wird der Abzieher nicht auf der Gummikante abgestellt, sondern hängend oder auf dem Griff gelagert.

Mikrofasertücher hinterlassen weniger Faserreste als Küchenpapier oder Baumwolltücher. Sie bleiben länger saugfähig, wenn sie ohne Weichspüler gewaschen werden. Laut NDR kann ein kleiner Spritzer Spülmittel im Wischwasser die Reinigung unterstützen. Weitere Hausmittel und Mischungen werden in einem eigenen Ratgeber behandelt.

Einwascher und Abzieher als Grundausstattung für die eigene Fensterreinigung
Einwascher und Abzieher: die übliche Zwei-Werkzeug-Methode
Reihenfolge

In welcher Reihenfolge putzt man Fenster?

Zuerst kommen Rahmen und Dichtungen, danach die Scheibe. Auf jeder Fläche wird von oben nach unten gearbeitet.

Diese Reihenfolge verhindert, dass Schmutzwasser aus dem Rahmen über bereits gereinigtes Glas läuft. Besonders in unteren Ecken, an Dichtungen und in Falzen sammelt sich oft Schmutz. Für diese Bereiche dient ein separates Tuch.

Das Vorgehen in der Praxis:

  1. Groben, losen Schmutz an Rahmen und Dichtungen entfernen.
  2. Rahmen und Dichtungen feucht reinigen.
  3. Die Glasscheibe von oben nach unten einwaschen.
  4. Festsitzende Stellen mit dem Einwascher erneut bearbeiten.
  5. Das Wasser im S-Zug oder in überlappenden Bahnen abziehen.
  6. Die Gummilippe regelmäßig mit einem sauberen Tuch abwischen.
  7. Die untere Glaskante aufnehmen und alle nassen Ränder sofort trocknen.

Die Scheibe sollte vollständig feucht sein, bevor der Abzieher angesetzt wird. Trockene Inseln bremsen die Lippe. Rahmen und Glas werden nicht mit demselben nassen Tuch fertiggestellt, sonst gelangen Schmutz und Feuchtigkeit erneut auf die Scheibe.

Reinigung von Rahmen und Dichtungen vor der Glasscheibe in der richtigen Reihenfolge
Erst Rahmen und Dichtungen, dann die Scheibe von oben nach unten
Abziehtechnik

Wie zieht man die Scheibe richtig ab?

Der Abzieher wird mit leichtem, gleichmäßigem Druck und leicht schräger Lippe über die nasse Scheibe geführt.

Bei breiten Scheiben eignet sich der S-Zug. Der Abzieher startet an einer oberen Ecke und bewegt sich ohne Absetzen in seitlichen Bögen nach unten. Die tiefere Seite der leicht schräg gehaltenen Lippe führt das Wasser zur noch nassen Fläche. Zu starker Druck verformt die Lippe. Zu geringer Druck lässt Wasser zurück.

Einfacher zu lernen sind gerade, überlappende Bahnen. Jede neue Bahn wird leicht in die vorige gesetzt. Dadurch bleibt zwischen den Zügen kein schmaler Wasserstreifen stehen. Auch hier wird der Abzieher etwas schräg geführt, damit das Wasser gezielt zur nassen Seite läuft. Die Bewegung kommt aus Arm und Schulter, nicht aus einem abgeknickten Handgelenk.

Bei geraden Bahnen wird die Gummilippe nach jedem Zug abgewischt. Beim zusammenhängenden S-Zug genügt das Abwischen nach dem Zug oder sobald Schmutz an der Lippe haftet. Das Tuch dafür muss sauber und nur leicht feucht oder trocken sein. Bleiben feine Streifen am Rand zurück, war die Lippe meist nass, verschmutzt oder beschädigt.

Am unteren Rand sammelt sich Restwasser. Es wird mit einem kurzen Querzug aufgenommen. Danach werden seitliche und untere Glaskanten mit einem trockenen, fusselfreien Tuch abgetupft. Nicht über die gesamte Scheibe nachpolieren, das verteilt neue Fasern und Schlieren.

Bei kalkhaltigem Leitungswasser ist zügiges Arbeiten wichtig. Die Scheibe wird direkt nach dem Einwaschen abgezogen. Kanten und Tropfen werden sofort getrocknet, damit keine Kalkränder antrocknen.

Abzieher wird im S-Zug über eine breite, feuchte Fensterscheibe geführt
S-Zug bei breiten Scheiben, überlappende Bahnen als einfachere Alternative
Richtiger Zeitpunkt

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Fensterputzen?

Geeignet ist ein bedeckter Tag oder ein Zeitpunkt, an dem keine direkte Sonne auf die Scheibe fällt.

Auch der NDR empfiehlt, Fenster nicht bei direkter Sonneneinstrahlung zu reinigen. Entscheidend ist die konkrete Fensterseite, nicht eine feste Uhrzeit. Ein Fenster kann morgens im Schatten liegen und später Sonne erhalten.

Wärme und Sonne lassen dünne Wasserfilme schnell antrocknen. Dann bleibt weniger Zeit für gleichmäßige Bahnen und trockene Kanten. Starker Wind ist ebenfalls ungünstig. Er lässt Wasser schneller trocknen und trägt neuen Staub auf die feuchte Fläche.

Bedeckter Himmel über einem Fenster als günstiger Zeitpunkt für die Reinigung ohne direkte Sonne
Bedeckter Tag statt direkter Sonne oder starkem Wind
Fazit

Fazit

Einwascher und Abzieher bilden die übliche Zwei-Werkzeug-Methode des Gebäudereiniger-Handwerks. Saubere Ergebnisse entstehen durch eine feuchte, nicht triefende Scheibe, eine intakte Gummilippe, überlappende Züge und sofort getrocknete Kanten. Direkte Sonne sollte vermieden werden.

Ein Fachbetrieb kann hohe oder schwer erreichbare Außenfenster übernehmen. Mit Osmose-Verfahren und Teleskopstangen sind je nach örtlichen Bedingungen Arbeiten bis etwa 14 Meter ohne Steiger möglich.

Streifenfrei gereinigtes Fenster als Ergebnis der Zwei-Werkzeug-Methode
Sauberes Ergebnis durch feuchte Scheibe, intakte Lippe und sofort getrocknete Kanten
Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Fensterreinigung in Eigenregie

Antworten zu Reihenfolge, Streifen und selbst gemischten Reinigern

In welcher Reihenfolge putzt man Fenster? add
Zuerst werden Rahmen und Dichtungen gereinigt. Danach wird die Scheibe von oben nach unten eingewaschen und abgezogen. Zum Schluss werden die Glaskanten getrocknet.
Wie bekommt man Fenster streifenfrei sauber? add
Wichtig sind eine vollständig feuchte Scheibe, eine glatte und elastische Gummilippe sowie überlappende Bahnen. Der Abzieher wird leicht schräg und mit gleichmäßigem, geringem Druck geführt und nach den Zügen abgewischt.
Wie mache ich Fensterreiniger selber? add
Für selbst gemischte Reiniger gelten eigene Materialfragen und Dosierungen. Sie sind nicht Teil dieser Anleitung zur reinen Arbeitstechnik.
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