
Was ist Industriereinigung?
Industriereinigung erklärt: welche Bereiche, Maschinen und Anlagen sie umfasst, wie sie sich von Unterhalts- und Grundreinigung abgrenzt und welche Verfahren je nach Material und Verschmutzung zum Einsatz kommen.
Industriereinigung erklärt: welche Bereiche, Maschinen und Anlagen sie umfasst, wie sie sich von Unterhalts- und Grundreinigung abgrenzt und welche Verfahren je nach Material und Verschmutzung zum Einsatz kommen.
Industriereinigung ist die fachgerechte Reinigung von Produktionsumgebungen und technischen Anlagen. Sie entfernt Prozessrückstände und unterscheidet sich damit von der normalen Büroreinigung.
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Industriereinigung im Vergleich zu Unterhalts- und Grundreinigung
| Reinigungsart | Schwerpunkt | Typischer Anlass | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Industriereinigung | Produktionshallen, Maschinen, Anlagen, Rohrleitungen, Förderbänder, Silos und Tanks | Technische Verschmutzungen wie Öl, Fett, Ruß, Staub und Prozessrückstände | Sonderreinigung oder Spezialreinigung |
| Unterhaltsreinigung | Regelmäßig genutzte Räume und Flächen | Wiederkehrende Reinigung zur Sauberkeit und Werterhaltung | Regelmäßige Gebäudereinigung |
| Grundreinigung | Flächen mit Bedarf an einer intensiven Reinigung | Periodische Entfernung stärkerer oder festsitzender Verschmutzungen | Intensive Gebäudereinigung |
Industriereinigung ist eine Sonderreinigung für technische Produktionsbereiche – sie ersetzt Unterhalts- und Grundreinigung nicht, sondern ergänzt sie.

Welche Bereiche und Leistungen umfasst die Industriereinigung?
Industriereinigung umfasst Arbeiten in Produktionshallen und an technischen Betriebseinrichtungen. Im Mittelpunkt stehen Bereiche, die durch industrielle Prozesse verschmutzen.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Produktionshallen
- Maschinen und technische Anlagen
- Förderbänder
- Rohrleitungen
- Silos
- Tanks und andere Behälter
Entfernt werden zum Beispiel Öl, Fett, Ruß und Staub. Hinzu kommen Rückstände aus der Produktion oder aus technischen Prozessen.
Die konkrete Leistung richtet sich nach dem Objekt, dem Material und der Verschmutzung. Eine freie Hallenfläche benötigt ein anderes Vorgehen als eine empfindliche Maschine. Auch das Innere eines Silos stellt eigene Anforderungen. Deshalb werden Verfahren, Arbeitsmittel und Schutzmaßnahmen vor dem Einsatz festgelegt.
Eine weitere Herausforderung ist die zeitliche Planung. Viele Arbeiten finden während eines Produktionsstillstands oder in einem Wartungsfenster statt. Diese Stillstandsreinigung wird mit den betrieblichen Abläufen abgestimmt. Eine Reinigung im laufenden Betrieb verlangt andere Schutzmaßnahmen als eine Reinigung an einer abgeschalteten Anlage. In der Lebensmittelindustrie kommen zusätzliche Hygieneanforderungen hinzu. Reinigungsmittel, Arbeitsgeräte und Abläufe müssen zur Produktionsumgebung passen, damit gereinigte Bereiche nicht erneut verunreinigt werden.

Produktionshallen, Maschinen und Anlagen reinigen
Die Reinigung von Produktionshallen betrifft Flächen und technische Einrichtungen. Dazu zählen Böden, schwer zugängliche Stellen, Förderbänder, Rohrleitungen und fest installierte Anlagen.
Bei Maschinen stehen betriebsbedingte Verschmutzungen im Vordergrund. Öl, Fett, Staub und Prozessrückstände lagern sich an Gehäusen, Bauteilen und in Zwischenräumen ab. Vor Beginn wird geklärt, ob die Maschine abgeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert werden muss. Danach werden empfindliche Bereiche geschützt und geeignete Arbeitsmittel ausgewählt.
Rohrleitungen benötigen häufig eine andere Technik als Hallenböden. Ein Hallenboden ist meist offen zugänglich und wird flächig bearbeitet. Rohrleitungen besitzen dagegen Rundungen, Verbindungen, Halterungen und schwer erreichbare Zwischenräume. Bei einer Innenreinigung kommen Länge, Verlauf und Zugänglichkeit der Leitung hinzu. Das Verfahren muss diese Geometrie berücksichtigen.
Silos, Tanks und andere Behälter stellen besondere Anforderungen. Arbeiten finden dort oft in engen Räumen statt. Vor dem Einstieg wird der Bereich freigemessen und ausreichend belüftet. Eine geeignete Zugangssicherung wird eingerichtet. Während der Arbeit bleibt ein Sicherungsposten außerhalb des Behälters. Er hält die Verbindung zu den Beschäftigten und leitet bei einer Störung Maßnahmen ein.
Für Behälter, Silos und enge Räume ist die DGUV Regel 113-004 relevant. Die DGUV ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Die Regel behandelt unter anderem Freimessung, Belüftung, Sicherungsposten und persönliche Schutzausrüstung.
Industriereinigung beseitigt daher nicht nur sichtbaren Schmutz. Sie berücksichtigt auch den Anlagenzustand, die Zugänglichkeit, mögliche Gefahrstoffe und den sicheren Arbeitsablauf.

Industriereinigung, Unterhaltsreinigung und Gebäudereinigung: der Unterschied
Industriereinigung richtet sich auf technische Produktionsumgebungen. Unterhaltsreinigung hält regelmäßig genutzte Räume sauber. Die Grundreinigung ist eine intensive, periodische Reinigung.
Gebäudereinigung ist der übergeordnete Leistungsbereich. Industriereinigung wird den Sonder- oder Spezialreinigungen zugeordnet. Sie ersetzt die Unterhaltsreinigung nicht. Sie ergänzt diese, wenn Anlagen und industrielle Rückstände besondere Verfahren erfordern.
Zu den klassischen Grundarten der Gebäudereinigung zählen Unterhaltsreinigung, Grundreinigung sowie Glas- und Rahmenreinigung. Industriereinigung gehört nicht zu diesen drei Grundarten. Ihr Gegenstand sind technische Anlagen und industrielle Arbeitsbereiche.
Eine regelmäßige Büroreinigung ist deshalb keine Industriereinigung. Das gilt auch für Flure, Sanitärbereiche und normale Glasflächen. Eine Ausnahme besteht nur, wenn dort besondere produktionsbedingte Anforderungen vorliegen.

Welche Verfahren kommen bei der Industriereinigung zum Einsatz?
Bei der Industriereinigung kommen mechanische, thermische und chemische Verfahren zum Einsatz. Die Auswahl hängt von der Oberfläche, den Rückständen und der technischen Umgebung ab.
Zu den typischen Verfahren gehören:
- Hochdruckwasserstrahlen und Höchstdruckwasserstrahlen
- Trockeneisstrahlen mit gefrorenem CO2
- Dampfstrahlen
- industrielle Nass- und Trockensaugtechnik
- chemische Reinigung
Wasserstrahlen löst Verschmutzungen durch Druck und Spülwirkung. Dampfstrahlen nutzt Feuchtigkeit und Wärme. Industrielle Saugtechnik nimmt trockene oder nasse Rückstände auf. Eine chemische Reinigung kommt infrage, wenn das Mittel zum Material und zur Verschmutzung passt.
Trockeneisstrahlen arbeitet mit gefrorenem CO2. Das Trockeneis geht nach dem Auftreffen in den gasförmigen Zustand über. Deshalb bleibt kein zusätzliches Strahlmittel zurück. Das Verfahren bringt zudem keine Reinigungsfeuchtigkeit ein. Diese Eigenschaften sind bei empfindlichen oder stromführenden Bauteilen wichtig. Gelöste Verschmutzungen werden dennoch aufgefangen oder abgesaugt.
Vor der Verfahrenswahl wird geprüft, wie Oberfläche, Dichtungen, Leitungen und angrenzende Bauteile reagieren. Auch der Betriebszustand der Anlage ist entscheidend. Nicht jedes Verfahren eignet sich für jedes Material.

Wann ist eine Industriereinigung notwendig?
Eine Industriereinigung ist notwendig, wenn industrielle Abläufe Maschinen oder Produktionsbereiche verschmutzen und eine normale Gebäudereinigung nicht ausreicht. Typische Rückstände sind Öl, Fett, Ruß, Staub und Produktionsreste.
Ein Bedarf besteht, wenn:
- Maschinen und Anlagen gezielt gereinigt werden müssen
- Förderbänder oder Rohrleitungen Rückstände aufweisen
- Silos, Tanks oder andere Behälter betroffen sind
- schwer zugängliche technische Bereiche gereinigt werden sollen
- empfindliche Bauteile ein besonderes Verfahren erfordern
- Arbeiten in der Höhe oder in engen Räumen anfallen
- ein Wartungsfenster für eine Stillstandsreinigung genutzt wird
- Hygieneanforderungen der Produktion zu beachten sind
Im laufenden Betrieb werden Arbeitsbereich und Produktion sicher voneinander getrennt. Bei einem Anlagenstillstand stehen dagegen Abschaltung, Sicherung und die geplante Freigabe im Mittelpunkt.
Für die gewöhnliche Reinigung von Büros oder Fluren ist keine Industriereinigung nötig. Dafür eignet sich die Unterhaltsreinigung.

Industriereinigung als spezialisierte Reinigungsleistung
Industriereinigung ist die spezialisierte Reinigung von Produktionshallen, Maschinen und technischen Anlagen. Zum Einsatz kommen unter anderem Wasserstrahlen, Trockeneisstrahlen, Dampfstrahlen, Saugtechnik und chemische Verfahren.
Entscheidend sind Verschmutzung, Material, Zugänglichkeit und Betriebszustand. Bei engen Räumen, laufender Produktion oder besonderen Hygieneanforderungen sind zusätzliche Schutzmaßnahmen nötig.
A. E. Knop bietet gewerbliche Reinigung in der Region Hannover an.

Häufige Fragen zur Industriereinigung
Was zählt zur industriellen Reinigung? add
Was macht ein Industriereiniger? add
Welche drei Reinigungsarten gibt es? add
Was ist der Unterschied zwischen Industriereinigung und Unterhaltsreinigung? add
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