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Objektleiter bei der Begehung eines Treppenhauses zur Ermittlung von Fläche, Etagenzahl und Zustand
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Ratgeber

Wie wird die Treppenhausreinigung berechnet?

Die drei gängigen Berechnungsmethoden für Treppenhausreinigung, die Kostenfaktoren dahinter, Marktspannen 2026 und die Frage, ob Mieter oder Vermieter zahlen.

Ratgeber

Die drei gängigen Berechnungsmethoden für Treppenhausreinigung, die Kostenfaktoren dahinter, Marktspannen 2026 und die Frage, ob Mieter oder Vermieter zahlen.

Der Preis für Treppenhausreinigung ergibt sich aus vier Größen: der zu reinigenden Fläche, der Anzahl der Etagen, dem gewünschten Reinigungsintervall und dem Zustand des Objekts. Gebäudereiniger legen diese Größen entweder auf einen Quadratmeterpreis, einen Etagenpreis oder einen Stundensatz um. Für Mehrfamilienhäuser ist die Abrechnung pro Etage am gebräuchlichsten, weil sich Treppen, Podeste und Handläufe schlecht in reine Quadratmeter fassen lassen.

Im Überblick

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Marktspannen 2026

Was kostet Treppenhausreinigung? Marktspannen im Überblick

Die folgenden Werte sind öffentliche Marktspannen aus dem Reinigungsgewerbe, keine festen Preise eines einzelnen Anbieters. Sie dienen als Orientierung für die Kalkulation.

BerechnungsartEinheitMarktspanne 2026Hinweis
Flächenpreispro Quadratmeter2,50 bis 5,00 Euroje nach Bodenbelag und Zugänglichkeit
Etagenpauschale, wöchentlichpro Etage/Monat25 bis 80 Euroüblichster Turnus bei Mehrfamilienhäusern
Etagenpauschale, 14-täglichpro Etage/Monatca. 15 bis 48 Eurorund 40 Prozent unter wöchentlichem Turnus
Einzelreinigungpro Etage/Termin10 bis 30 Euroz. B. nach Bauarbeiten oder einmalig
Tariflohn Lohngruppe 1 (Unterhaltsreinigung)pro Stunde15,00 Euroab 01.01.2026, allgemeinverbindlich, IG BAU
Tariflohn Lohngruppe 6 (Glas-/Fassadenreinigung)pro Stunde18,40 Euroab 01.01.2026, IG BAU/BIV

Der Tariflohn ist relevant, weil er die Preisuntergrenze für seriöse Anbieter setzt: Ein Angebot, das dauerhaft unter dem allgemeinverbindlichen Mindestlohn der jeweiligen Lohngruppe kalkuliert, deutet auf Schwarzarbeit oder unrealistische Zeitansätze hin.

Wann lohnt sich eine professionelle Berechnung eher nicht? Bei sehr kleinen Häusern mit zwei bis drei Parteien und geringem Publikumsverkehr rechnen viele Eigentümer die Selbstreinigung im Wechsel unter den Parteien gegen, das ist bei niedrigem Verschmutzungsgrad oft günstiger als ein Fixvertrag. Ein Fixvertrag lohnt sich vor allem dort, wo Verlässlichkeit und Nachweisbarkeit wichtiger sind als der reine Minimalpreis, etwa bei vermieteten Objekten mit Umlage auf mehrere Parteien.

Der Tariflohn von 15,00 bzw. 18,40 Euro pro Stunde ab 01.01.2026 setzt die Preisuntergrenze für jede seriöse Kalkulation der Treppenhausreinigung.
Marktspannen-Übersicht für Flächen-, Etagen- und Stundenpreise der Treppenhausreinigung
Berechnungsmethoden

Welche Berechnungsmethoden nutzen Gebäudereiniger?

Drei Abrechnungsarten sind in der Praxis üblich. Erstens die Flächenberechnung: Die gesamte Treppenhausfläche wird gemessen und mit einem Quadratmeterpreis multipliziert. Zweitens die Etagenpauschale: Jede Etage bekommt einen Festbetrag, unabhängig von kleineren Flächenunterschieden, das erleichtert die Kalkulation bei vielen ähnlichen Objekten. Drittens die Zeit- beziehungsweise Stundenkalkulation: Der Aufwand für Fegen, Wischen, Geländer und Briefkästen wird in Reinigungsminuten pro Etage geschätzt und mit dem Stundensatz der eingesetzten Reinigungskraft multipliziert. Seriöse Anbieter nennen unabhängig von der Methode am Ende immer einen klaren Gesamtpreis, keine variable Abrechnung nach Aufwand ohne Obergrenze.

Messung der Treppenhausfläche als Grundlage der Flächenberechnung
Kostenfaktoren

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?

Sechs Faktoren bestimmen, wo ein Angebot innerhalb der Marktspanne landet.

Die Treppenhausfläche pro Etage liegt in Mehrfamilienhäusern typischerweise bei 8 bis 15 Quadratmetern; enge Wendeltreppen oder verwinkelte Grundrisse erhöhen den Aufwand pro Quadratmeter. Die Etagenzahl wirkt doppelt, weil mit jedem Stockwerk sowohl die Fläche als auch der Wegeaufwand zwischen den Etagen steigt. Das Reinigungsintervall hat den größten Hebel: 14-tägige Reinigung spart gegenüber wöchentlicher Reinigung branchenüblich rund 40 Prozent der Kosten, tägliche Reinigung verdoppelt sie etwa. Der Bodenbelag spielt eine Rolle, Teppichböden im Treppenhaus brauchen Nasssaugen statt Wischen und damit mehr Zeit. Der Leistungsumfang zählt ebenso: Gehören Fensterflächen, Kellerabgänge, Dachbodenzugang, Briefkästen und Klingeltableaus zum Auftrag, steigt der Zeitaufwand pro Termin. Und der Zustand des Objekts wirkt sich aus, ein stark verschmutztes oder schwer zugängliches Treppenhaus braucht bei der ersten Reinigung mehr Zeit als danach im laufenden Turnus.

Teppichläufer im Treppenhaus, ein Kostenfaktor gegenüber Holz- oder Fliesenstufen
Praxis

Wie läuft die Kostenermittlung in der Praxis ab?

Seriöse Anbieter kalkulieren nicht am Telefon, sondern vor Ort. Nach einer ersten Anfrage folgt ein kostenloser Vor-Ort-Termin, bei dem Fläche, Etagenzahl, Bodenbelag und Zugänglichkeit erfasst werden. Daraus entsteht ein schriftliches Angebot mit vollständigem Leistungsverzeichnis, in dem festgelegt ist, was genau zu welchem Preis und in welchem Turnus gereinigt wird. Dieser Ablauf verhindert nachträgliche Preisänderungen und macht den Preis für den Auftraggeber nachvollziehbar, weil er auf den tatsächlichen Objektdaten beruht und nicht auf einer Pauschalschätzung übers Telefon.

Kostenloser Vor-Ort-Termin zur Erfassung von Fläche, Etagenzahl und Bodenbelag
Wer zahlt

Wer trägt die Kosten: Mieter oder Vermieter?

In den meisten Mietverhältnissen zahlen die Mieter die laufende Treppenhausreinigung über die Nebenkosten, nicht der Vermieter direkt. Gebäudereinigung ist in Paragraf 2 Nr. 9 der Betriebskostenverordnung (BetrKV) ausdrücklich als umlagefähige Betriebskostenart genannt. Voraussetzung ist aber, dass der Mietvertrag eine wirksame Betriebskostenumlage enthält, Rechtsgrundlage dafür ist Paragraf 556 Absatz 1 BGB. Fehlt eine solche Vereinbarung, kann der Vermieter die Kosten nicht auf die Mieter umlegen.

Umlagefähig sind nur die Kosten der regelmäßigen, normalen Reinigung. Außerordentliche Kosten, etwa eine Grundreinigung nach Bauarbeiten, Schäden durch einzelne Mieter oder die Beseitigung von Vandalismus, trägt der Vermieter selbst und darf sie nicht in die Nebenkostenabrechnung einrechnen. Die Verteilung auf die einzelnen Mietparteien erfolgt üblich nach Wohnfläche, seltener nach Anzahl der Wohneinheiten oder Personen; welcher Verteilerschlüssel gilt, muss im Mietvertrag stehen.

Nebenkostenabrechnung als Beleg für die Umlage der Treppenhausreinigung auf die Mieter
Fazit

Fazit

Der Preis für Treppenhausreinigung ist kein Bauchgefühl, sondern das Ergebnis aus Fläche, Etagenzahl, Intervall und Zustand, umgelegt auf einen Quadratmeter-, Etagen- oder Stundenpreis. Öffentliche Marktspannen von 2,50 bis 5,00 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise 25 bis 80 Euro pro Etage und Monat geben eine erste Orientierung, der tatsächliche Preis ergibt sich aber erst aus einer Begehung vor Ort. In Hannover übernimmt A.E. Knop, ein seit 2001 inhabergeführter Familienbetrieb, diese Begehung kostenlos und legt den Preis danach als schriftliches Festpreis-Angebot mit vollständigem Leistungsverzeichnis fest, mit wählbarem Intervall von wöchentlich bis 14-tägig und einem im Treppenhaus ausgehängten Reinigungsnachweis für jeden Einsatz.

Ausgehängter Reinigungsnachweis im Treppenhaus als Abschluss des transparenten Festpreis-Angebots
Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Berechnung der Treppenhausreinigung

Was kostet Treppenhausreinigung pro Quadratmeter? add
2,50 bis 5,00 Euro pro Quadratmeter sind 2026 marktüblich, abhängig von Bodenbelag, Zugänglichkeit und Reinigungsintervall.
Wie oft sollte ein Treppenhaus gereinigt werden? add
Wöchentlich ist bei stark frequentierten Mehrfamilienhäusern üblich, 14-täglich reicht bei geringerem Publikumsverkehr oft aus und spart rund 40 Prozent gegenüber dem wöchentlichen Turnus.
Wer zahlt die Treppenhausreinigung, Mieter oder Vermieter? add
In der Regel die Mieter über die Nebenkosten, sofern der Mietvertrag eine wirksame Betriebskostenumlage nach Paragraf 556 Abs. 1 BGB enthält; die Rechtsgrundlage für die Kostenart selbst ist Paragraf 2 Nr. 9 BetrKV.
Was ist in der Treppenhausreinigung typischerweise enthalten? add
Fegen und Wischen aller Stufen und Podeste, Handläufe und Geländer, Briefkästen und Klingeltableaus, der Eingangsbereich sowie Spinnwebenentfernung; je nach Angebot auch Kellerbereich, Dachbodenzugang und die Fensterflächen des Treppenhauses.
Kann man Treppenhausreinigung selbst machen, um Kosten zu sparen? add
Bei kleinen Objekten mit wenigen Parteien ist ein Reinigungsplan unter den Bewohnern eine gängige, günstigere Alternative. Bei größeren Objekten oder wenn Nachweisbarkeit und Verlässlichkeit gefragt sind, etwa gegenüber Mietern, überwiegt meist der feste Vertrag mit einem Fachbetrieb.
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