schedule Mo–Fr 7:00–18:00 · Notdienst auch am Wochenende
A. E. Knop Gebäudereinigung
callAnrufen Angebot anfragen arrow_forward
Geruchsneutralisation mit Ozon
air
Technik & Ausstattung

Geruchsneutralisation mit Ozon

Ozon verändert geruchsbildende Moleküle chemisch statt sie zu überdecken – ein Verfahren für hartnäckige Rauch-, Brand-, Tier- oder Verwesungsgerüche, das aber Vorreinigung, gesicherten Raum und fachgerechte Auslüftung voraussetzt.

Technik & Ausstattung

Ozon verändert geruchsbildende Moleküle chemisch statt sie zu überdecken – ein Verfahren für hartnäckige Rauch-, Brand-, Tier- oder Verwesungsgerüche, das aber Vorreinigung, gesicherten Raum und fachgerechte Auslüftung voraussetzt.

Hartnäckige Gerüche lassen sich nicht immer durch Lüften oder eine normale Reinigung beseitigen. Haben sich Rauch-, Brand-, Tier- oder Verwesungsgerüche in einem Raum und seinen porösen Materialien verteilt, kann eine professionelle Ozonbehandlung die geruchsbildenden Verbindungen chemisch verändern. Anders als Duftstoffe oder Geruchsüberdecker setzt das Verfahren direkt an den Geruchsmolekülen an.

Der häufig verwendete Begriff „Ozon-Desinfektion“ ist dabei missverständlich: Auf dieser Seite geht es ausschließlich um die Neutralisation von Gerüchen in Gebäuden und eingerichteten Objekten – nicht um Keimreduktion, Flächendesinfektion oder Wasseraufbereitung.

Wie neutralisiert Ozon Gerüche?

Ozon ist dreiatomiger Sauerstoff mit der Summenformel O₃. Es ist deutlich reaktionsfreudiger als der Sauerstoff in der normalen Raumluft. Ein Ozongenerator erzeugt das Gas am Einsatzort aus Luftsauerstoff, da Ozon instabil ist und nicht wie ein gewöhnliches Reinigungsmittel gelagert werden kann.

Während der Behandlung verteilt sich das gasförmige Ozon im abgeschlossenen Raum. Dadurch erreicht es nicht nur frei zugängliche Oberflächen, sondern grundsätzlich auch Fugen, Hohlräume und poröse Materialien, soweit eine ausreichende Luftzirkulation gegeben ist. Dort reagiert es oxidativ mit geeigneten geruchsaktiven Verbindungen. Die Molekülstruktur wird verändert oder in kleinere Verbindungen aufgespalten, sodass der ursprüngliche Geruch nicht mehr oder deutlich schwächer wahrnehmbar ist.

Ozon überdeckt den Geruch somit nicht mit einem anderen Duft. Allerdings bedeutet „oxidiert“ nicht automatisch, dass jede Verunreinigung vollständig verschwindet. Abhängig von den vorhandenen Stoffen können Reaktions- und Abbauprodukte entstehen. Deshalb gehören eine sorgfältige Vorreinigung, die kontrollierte Anwendung und eine fachgerechte Auslüftung zusammen.

Bei welchen Gerüchen kann eine Ozonbehandlung helfen?

Das Verfahren kommt vor allem bei organisch geprägten und tief im Objekt verteilten Geruchsbelastungen infrage. Typische Anwendungsfälle sind:

  • Tabak- und Nikotingerüche in Wohnungen, Büros oder Fahrzeugen
  • Brand- und Rauchgerüche nach fachgerechter Entfernung von Ruß und Brandschäden
  • Tiergerüche, wenn Haare, Ausscheidungen und andere Rückstände zuvor beseitigt wurden
  • Koch-, Fett- und Lebensmittelgerüche
  • Verwesungs- und Fäulnisgerüche nach Entfernung und Reinigung der eigentlichen Quelle
  • Gerüche nach längerer Nutzung, Leerstand oder starker Verschmutzung

Ob die Behandlung erfolgreich ist, hängt nicht allein von der wahrgenommenen Geruchsart ab. Entscheidend sind unter anderem die Geruchsquelle, die betroffenen Materialien, die Eindringtiefe sowie Raumvolumen und Luftführung.

Welche Geruchsprobleme löst Ozon nicht?

Ozon kann keine weiterhin aktive Geruchsquelle ersetzen oder sanieren. Eine Behandlung ist daher ungeeignet oder nur vorübergehend wirksam, wenn beispielsweise Abwasser aus einer undichten Leitung austritt, feuchte Bauteile weiter belastet werden oder Urin tief in einen nicht gereinigten Untergrund eingedrungen ist.

Auch bei muffigem Geruch muss zuerst geklärt werden, ob Feuchtigkeit oder Schimmel vorliegt. Ozon beseitigt weder den Feuchteschaden noch befallene Baustoffe. In diesem Fall ist eine Ursachenanalyse und gegebenenfalls eine fachgerechte Schimmelsanierung erforderlich.

Ähnliches gilt für Brandschäden: Solange Ruß, verkohlte Materialien oder belasteter Staub im Objekt verbleiben, kann der Geruch erneut auftreten. Ozon ist hier ein möglicher abschließender Schritt der Geruchssanierung, aber kein Ersatz für die notwendige Reinigung und Materialentfernung.

So läuft die Behandlung im eingerichteten Objekt ab

1. Besichtigung und Vorreinigung

Zunächst wird die Geruchsquelle ermittelt. Abfälle, Ruß, Flüssigkeiten, organische Rückstände und stark belastete, nicht sanierbare Materialien müssen entfernt werden. Oberflächen und Inventar werden passend zur Verschmutzung vorgereinigt. Ohne diesen Schritt würde das Ozon teilweise an leicht entfernbaren Rückständen verbraucht, während die eigentliche Ursache bestehen bleibt.

Anschließend prüft der Fachbetrieb, welche Einrichtungsgegenstände im Objekt verbleiben können. Menschen, Haustiere und Pflanzen dürfen während der Behandlung nicht im Raum sein. Empfindliche oder nicht sicher beurteilbare Materialien werden entfernt oder geschützt.

2. Kontrollierte Einwirkzeit

Das Objekt beziehungsweise der Behandlungsbereich wird gegen unbeabsichtigten Zutritt gesichert. Während der Laufzeit erzeugt das Gerät Ozon, das sich mithilfe der Raumluft verteilt. Die erforderliche Einwirkzeit lässt sich nicht seriös mit einem pauschalen Stundenwert angeben. Sie hängt unter anderem von Raumgröße, Temperatur, Luftbewegung, Geruchsbelastung, Materialien und Leistung des eingesetzten Systems ab.

Der Bereich darf in dieser Phase nicht betreten werden. Ozon wirkt in den bei solchen Behandlungen entstehenden Konzentrationen akut reizend auf Schleimhäute und Atemwege.

3. Abbau und Auslüftung

Nach dem Abschalten beginnt die Abkling- und Lüftungsphase. Ozon zerfällt zwar wieder, doch daraus folgt keine allgemein gültige kurze Wartezeit. Das Regierungspräsidium Tübingen warnt ausdrücklich davor, die sichere Wiederbetretbarkeit allein anhand knapper Timerangaben einzuschätzen. Maßgeblich sind die Bedingungen im konkreten Objekt und das kontrollierte Lüftungs- und Freigabeverfahren. Regierungspräsidium Tübingen

4. Kontrolle und Freigabe

Erst nach ausreichender Auslüftung und fachlicher Kontrolle wird der Bereich wieder freigegeben. Der typische Eigengeruch von Ozon ist kein verlässliches Messinstrument. Ebenso bedeutet ein nicht mehr wahrnehmbarer Geruch nicht automatisch, dass der Raum bereits sicher betreten werden kann.

Materialgrenzen der Ozonbehandlung

Die oxidative Wirkung ist nicht auf Geruchsmoleküle beschränkt. Ozon kann auch empfindliche Kunststoffe, Gummi und andere Elastomere, Beschichtungen, Farbstoffe sowie einzelne elektronische oder metallische Komponenten angreifen beziehungsweise deren Alterung beschleunigen. Das Risiko nimmt unter anderem mit Konzentration, Einwirkdauer und wiederholter Anwendung zu.

Vor der Behandlung ist deshalb eine Material- und Inventarprüfung notwendig. Bei wertvollen Möbeln, Kunstwerken, historischen Baustoffen oder unbekannten Materialkombinationen kann eine Probebehandlung oder der vollständige Ausbau die sicherere Lösung sein.

Ozonbehandlung nur im unbesetzten und gesicherten Bereich

Eine Ozon-Geruchssanierung ist kein Verfahren für den laufenden Betrieb. Das Umweltbundesamt stuft Ozon als Reizgas ein und weist außerdem darauf hin, dass es mit flüchtigen organischen Verbindungen reagieren und dabei unerwünschte Folgeprodukte bilden kann. Räume, in denen sich Personen befinden, sind für eine gezielte Ozonbehandlung daher ungeeignet. Umweltbundesamt

Richtig eingesetzt kann Ozon hartnäckige Gerüche deutlich reduzieren oder beseitigen. Voraussetzung ist jedoch immer, dass die Quelle zuvor entfernt, das Objekt fachlich beurteilt und der gesamte Ablauf von der Vorreinigung bis zur Freigabe kontrolliert durchgeführt wird.

Jetzt anfragen

Geruchsneutralisation mit Ozon – jetzt anfragen

Kostenloses, unverbindliches Angebot für Ihr Objekt – Antwort innerhalb von 24 Stunden vom Objektleiter.